Biographien populär gewordener Gewalttäter enthalten gehäuft traumatische Kindheitserfahrungen. Im Mittelpunkt dieser empirischen Studie (Probanden: inhaftierte Gewaltstraftäter) steht die Frage nach den Entsprechungen zwischen Traumaprofil und Tatprofil bei Gewaltverbrechen. Aus der Beschaffenheit des Tatortes lassen sich Hinweise auf die Tatplanung (konsequente Umsetzung eines Planes – nicht konsequente Planungsverwirklichung – keine Planungsspuren) gewinnen und hypothetische Ableitungen zur Traumaätiologie vornehmen. Je nach Tatort, Tatplanung, Tatwaffen und Fluchtspuren ist ein frühkindlicher oder lebensgeschichtlich später folgender Traumahintergrund sehr wahrscheinlich oder auszuschließen.
Ein Handbuch für Jugendhilfe, Schule und Klinik Herausgegeben von Baierl, Martin | Herausgegeben von Gahleitner, Silke Birgitta | Herausgegeben von Kühn, Martin | Herausgegeben von Schmid, Marc | Herausgegeben von Hensel, Thomas